Reiterfolge im Hause Redder
Ponys oder Großpferde? Anncatrin Redder hat eine einfache Antwort auf diese Gretchenfrage: Die 15-jährige Springreiterin aus Alhausen punktet schon jetzt gekonnt in beiden Disziplinen. Im Januar 2012 wird sie zum ersten Mal sowohl beim Bundesnachwuchschampionat der Ponyreiter in Warendorf als auch für die lokale Kreisauswahl beim Westfalentag in Münster starten.
Anncatrin liegt das Reiten im Blut:
Auf dem Reiter- und Ferienhof ihrer Eltern hat sie von Kindesbeinen an engen Kontakt mit Pferden: „Sie saß mit mir schon auf dem Pferd, bevor sie laufen konnte. Wenn wir abgestiegen sind, gab es regelmäßig Theater, weil sie lieber weitergeritten wäre“, sagt ihr Vater Hubertus Redder, der Anncatrin auch trainiert. Sei sie fünf ist, reitet sie schon selbst ihre Ponys und durfte schließlich mit 13 Jahren zum ersten Mal an den Deutschen Meisterschaften der Pony-Reiter teilnehmen. Nun entwächst sie langsam, aber sicher dem Ponyalter, und so wird das Bundesnachwuchschampionat ganz sicher einer der letzten Höhepunkte von Anncatrins Ponyzeit werden.
Ziemlich sicher auf dem Rücken der „Großen“
Der Übergang zu den Großpferden soll sich fließend gestalten, die gewissenhafte Reitsportlerin möchte einen Bruch vermeiden. Sie fühlt sich inzwischen auch schon ziemlich sicher auf dem Rücken der „Großen“ und sieht dem M-Springen in Münster mit dem Großpferd ruhig entgegen - hat sie doch bereits zwei S-Springen auf ihrem achtjährigen „Pearl Spencer“ hinter sich: „Den Unterschied vom Zwei-Sterne-M zum S-Springen fand ich gar nicht mehr so groß. Vom Ein-Sterne zum Zwei-Sterne-M war der Sprung für mich größer.“
Beim Westfalentag startet Anncatrin Redder für die Kreisauswahl Höxter-Warburg.
Teamchef Klaus Drewes setzt auf die 15-jähige Realschülerin, und diese möchte sich für das entgegengebrachte Vertrauen mit einem tollen Resultat revanchieren. Ideale Trainingsbedingungen hat sie jedenfalls, denn Redder Senior, der zusammen mit seiner Frau auch für die Gründung des RSG Eggeland Alhausen verantwortlich zeichnet, leitet das Training im eigenen Stall und kann seine Tochter so perfekt fordern und fördern: „Ich reite fast täglich. Im Moment zwei bis drei Pferde“, umreißt die junge Springreiterin ihren Trainingsaufwand. Ob sie ihre Ponyzeit noch in diesem Jahr endgültig abschließt, wird man sehen. Als ihr großes Vorbild nennt sie Marcus Ehning aus Borken, den Weltcupsieger von 2010, der seit Jahren vielfache Erfolge vorweisen kann: „Er reitet so gefühlvoll. Das gefällt mir!“
Foto: mit freundlicher Genemigung http://www.westfalen-blatt.de (alle Zitate aus dem Westfalen Blatt, Ausgabe vom 14.12.2011)
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